4. Juni 2017

Rezension Dreh dich nicht um



'Angst und Beliebtheit gehen Hand in Hand...'

'Es war nicht alles perfekt. Wirklich nicht, aber es wurde besser, und ich drehte mich nicht um. Ich schaute nicht zurück. Nicht, wenn derart Großartiges in der Zukunft auf mich wartete.'

Viel Spaß beim Lesen der Rezension!










ACHTUNG! Diese Rezension kann Spoiler enthalten.
Für die Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares möchte mich herzlich bei dem Heyne (fliegt) Verlag und dem Bloggerportal bedanken!







Dreh dich nicht um
Jennifer L. Armentrout
Heyne fliegt
8,99€
384 Seiten
ISBN-13: 978-3453412897

Taschenbuch
Einzelband





Samantha ist schön. Sie ist mit dem coolsten Jungen der ganzen Schule zusammen. Sie hat alles, wovon die anderen Mädchen träumen. Dann verschwindet sie für vier Tage. Als sie wieder auftaucht, ist nichts mehr, wie es einmal war: Sie hat ihr Gedächtnis verloren. Und ihre beste Freundin Cassie wird vermisst. Ist sie einem Verbrechen zum Opfer gefallen? Und trägt Samantha etwa die Schuld daran?

Samantha bleibt nur wenig Zeit, ihre Erinnerungen zurückzugewinnen. Denn jemand hat es auf sie abgesehen. Jemand, der genau weiß, was passiert ist …






Ich wollte das Buch eigentlich schon viel länger lesen; auch schon, als es das nur in der Hardcover Ausgabe gab. Aber ich konnte nie die Motivation aufbringen, zumal ich mit dem Genre Thriller nicht so viel anfangen konnte.
Ich bin jetzt mehr als froh, dass ich es endlich gelesen habe, denn es lohnt sich.
Das Cover ist jetzt viel ansprechender, gerade für jüngeres Gefolge und passt meiner Meinung nach dennoch zum Buch.
Der Titel ist perfekt gewählt, es macht neugierig. Und Armentrout bekommt es auch jedes Mal so hin, dass die Titel im Buch nachher auch Sinn ergeben.


Ich habe selten so was Spannendes gelesen.
Das war jetzt mein zweiter Thriller. Nachdem ich vom Ersten ziemlich enttäuscht war, war dieser hier ein Volltreffer. Ich wurde nicht einmal enttäuscht.
Gar nicht leiden kann ich es auch in anderen Genres, wenn man die ganze Zeit eine Vorahnung hat und vieles von Anfang an klar ist. Mir nimmt das dann oftmals die Lust am Lesen. Klar, man rätselt gerne mit und macht sich seine Gedanken, aber manchmal sind die Hinweise einfach zu leicht und man errät es zu schnell.
Das war hier nicht der Fall. Mein Verdacht hat sich minütlich geändert. Und irgendwann habe ich überhaupt daran gezweifelt, dass man noch erfährt wer es war, weil es bis ungefähr zehn Seiten vor Schluss keine Auflösung gab!
Gott, ich bin in ein kleines Suchtverhalten gefallen ^^
Zudem muss ich sagen, dass ich das erste Kapitel super spannend fand und daher der Einstieg echt leicht war. Jedoch waren Kapitel zwei und drei ein bisschen langatmig, da nicht wirklich viel passiert ist, außer, dass Sam nicht mehr weiß, was los ist.
Das Prickeln begann bei mir etwa ab Seite 75. Das heißt nicht, dass es davor schlecht war, aber so richtig reingezogen wurde ich erst ab da.
Der Mittelteil war klasse, immer nervenaufreibend und ich fand ihn der beste Teil des Buches.


Was soll ich bitte zu Armentrout noch sagen? Ich kann gar nicht oft genug betonen, dass sie für mich einfach in jedem Genre absolut den Bogen raus hat. Ich meine, sie schreibt so viel und immer wieder finde ich sofort rein und verliebe mich in ihre Charaktere. Das alles passiert ziemlich unbewusst, weil ich so in den Büchern drin bin. Und dann ist es beim Beenden des Buches jedes Mal so, als würde ich mich von Freunden verabschieden müssen.







Samantha
Am Anfang hatte ich keinerlei Bezug zu Sam. Das hat aber daran gelegen, dass sie auch keinen hatte. Sammy hat nämlich selbst keine Ahnung wer sie ist.
Und dass sie nicht ständig versucht, wieder so zu sein wie früher und an sich selbst hängt, hat mir gut gefallen. Anstatt sich selbst hinterher zu trauern, hat sie sich neu gefunden bzw. erfunden und etwas Besseres aus ihrem Leben gemacht.
Bei ihr konnte man die Entwicklung ziemlich gut nachvollziehen. Vor allem kamen die Erinnerungen nicht einfach so aus heiterem Himmel, sondern weil sie wirklich danach gesucht hat. Mir hat es Spaß gemacht, ihr bei der Suche zuzuschauen. Gerade deswegen, weil sie die richtigen Schlüsse gezogen hat und sich nicht immer dumm gestellt hat, bei offensichtlichen Dingen...
Insgesamt konnte ich mich gut mit Sam anfreunden und vor allem mit der Art, wie sie sich verändert hat und wie sie neuerdings mit den Menschen umgeht.
Sie ist rücksichtsvoll und steht für die Dinge ein, die ihr etwas bedeuten.

Carson
Menno, schon wieder ein Typ, in den ich mich neben Daemon, Cam, Roth und all den anderen aus Armentrouts Büchern verliebt habe...
Zunächst hat er mich ein wenig verwirrt, da Carson zu Anfang eigentlich meinte, er könnte die alte Version von Sam nicht ausstehen, nach ihrem Verschwinden aber sofort an ihrer Seite war.
Das wurde aber im Laufe des Buches immer klarer.
Und das zeigt, dass Carson ein loyaler Mann ist, der auch über die Fehler der Menschen hinweg sehen kann und dabei immer sein Bestes tut, um zu helfen.
Er ist für andere da und oftmals ziemlich selbstlos. Ihn interessiert es nicht, was andere über ihn denken und ist sich in erster Linie auch selbst treu, gibt sich dabei aber nicht überheblich. Das hat mir so unglaublich gut gefallen.
Doch auch er hat seine Grenzen, aber das kann man ihm nicht vorwerfen, weil Sam das eine Mal einfach zu weit gegangen ist. Doch auch hier war er wieder für sie da. Solch loyale und tolerante Menschen bräuchte es mehr!

Julie und Scott haben mir als Paar ziemlich gut gefallen. (Natürlich auch einzeln ^^) Die beiden waren stets da und haben immer die Stimmung etwas gelockert oder in Ordnung gebracht.

Mit Cassie konnte ich nicht so viel anfangen. Als man erfahren hat, was denn nun mit ihr los war, hat sie mir nur noch leid getan. Am Anfang habe ich sie für das Letzte gehalten, aber dafür konnte sie nichts. Cassie ist ein trauriger Charakter.

Die ehemaligen Freundinnen und Freunde von Sam (Candy, Veronica, Del) finde ich krank. Wie diese mit ihren Mitmenschen umgehen ist nicht zu entschuldigen und diese verachtende Art, nur weil jemand nicht gerade viel Geld hat, ist einfach das Letzte. Andere Leute fertig machen ist generell das Allerletzte!





Alles in allem hat mir das Buch unendlich gut gefallen und ich kann es immer nur weiter empfehlen. Es war durchgehend spannend und voller neuer Überraschungen. Ich hatte nie das Gefühl, dass es Story-technisch nachgelassen hat und war permanent wirklich drin in dem Buch. Teilweise gab es Stellen, bei denen ich einfach nur noch 'Wow' denken konnte, weil ich so überrumpelt war. Ich wusste selbst stellenweise nicht mehr, was real war oder ob die Dinge nur Sammys Verstand entsprungen sind. Man wusste generell immer ziemlich wenig über ihre Vergangenheit, aber das hat dem Ganzen erst den nötigen Pep gegeben, sodass ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte.
Für mich war das Buch ein absoluter Volltreffer. Die Mitte zwischen Romantik und Thriller hat Armentrout perfekt getroffen, sodass nichts das andere in den Schatten gestellt hat.
Ein Buch mit vielen Facetten!
Absolut gelungen!










Kommentare:

  1. Baby bubu. *-*

    Mal wieder eine sehr ausführliche und schöne Rezi. Bin zwar nicht so der Thriller Fan, but Queen J. Lynn hat mich bisher noch nie vollkommen enttäuscht.^^

    Jetzt bin ich aber wirklich neugierig geworden. -.-

    Schreckliche Grüße,
    Gucci baby. :*

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Hey Gurliburl ^^
      Vielen Dank! Ja, lies es! Die Frau hat das perfekte kombiniert, sodass du nicht das Gefühl hast, die ganze Zeit Thriller lesen zu müssen.

      Fuchtbare Grüße zurück
      Wüste deines Lebens ^^

      Löschen